Maria Hildebrandt

Maria Hildebrandt

Team der Geschäftsleitung, Eventorganisation & Vertrieb

Maria Hildebrandt

Ich habe nie gewusst, was ich werden will, welcher Beruf am besten zu mir passt – und dann kam Niendorf!

Viele andere Studierende können sicherlich ein Lied davon singen, weil es eine wichtige und doch oft unbeantwortete Frage ist: Was kommt nach dem Studium? Bzw. womit will ich einmal meine Brötchen verdienen? Auch ich habe mir diese Frage gestellt. Sehr, sehr oft sogar. Und ich habe keine richtige Antwort darauf gefunden. Nach meinem einjährigen USA-Aufenthalt, meinem zweimonatigen Freiwilligendienst am Jakobsweg in Spanien und meinem Englisch- und Spanischstudium mit Abschluss Bachelor war mir allerdings eins sehr klar: Ich wollte jetzt Geld verdienen. Ich wollte arbeiten, etwas leisten, etwas bewegen. Dass ich bei Niendorf gelandet bin, war eigentlich reiner Zufall. Ich habe mich auf die ausgeschriebene Bürostelle beworben ohne zu wissen, was auf mich zukommt.

Meine Überlegung war, etwa so ein halbes Jahr hier zu bleiben und mir dann etwas anderes zu suchen. Was ich hier vorgefunden habe, hat mich jedoch nie wieder losgelassen: Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, die Kollegen sind supernett: zum Beispiel habe ich in Jessica von Anfang an die beste Kollegin und Freundin gefunden, mit der ich mich hier super ergänze und die ganze Atmosphäre ist sehr familiär. Grund für meine Einstellung waren vor allem meine Sprachkenntnisse und meine offene Art gegenüber Menschen, die ich mir schon von klein auf im Gastgewerbe meiner Eltern aneignen konnte. Dafür, dass ich nicht wusste, was ich später mal werden will, bin ich jetzt angekommen. Mein bisheriger Lebensweg ergibt nun einen Sinn, so zum Beispiel auch die witzige Tatsache, dass ich als Kind ein Klavier von Niendorf aus den 30er Jahren von meiner Uroma geschenkt bekommen habe, das bis heute bei mir zu Hause steht.

Musik bedeutet für mich Emotionen mit Gänsehautfeeling. Mit Musik kann man seine eigene Stimmung verändern. Ich weiß genau, wie ich mein Unterbewusstsein triggern kann, um fröhlich oder traurig zu sein.

Ähnliches beobachte ich auch bei den Künstlern, die sich interessehalber einmal bei uns die Fabrik anschauen wollen. Manche Menschen, die hierherkommen, kennen Niendorf noch von früher oder haben einmal selbst hier gearbeitet. Wenn wir sie durch unsere Hallen führen, erlebe ich immer eine große Begeisterung. Einerseits, weil sie all das Technische beim Pianobau einmal hautnah erleben können. Und andererseits, weil sie sich bei uns sehr willkommen fühlen. Bei uns passiert alles auf einer sehr menschlichen, persönlichen Ebene. Und wir nehmen uns Zeit für jeden.

Künstler, die zu uns kommen, setzen sich an die Instrumente und fühlen sich gleich merklich wohl damit. Sie verschmelzen regelrecht mit dem Instrument, an dem sie spielen. Ich kann mich an eine Situation erinnern, als ein etwas schüchterner Künstler kam und sich zu Beginn gar nicht an die Instrumente herangetraut hat. Wir konnten ihn ermutigen, sich doch einmal an einen Flügel zu setzen und ihn auszuprobieren. Es kam wie es kommen musste: Er war nicht mehr davon wegzukriegen. Das sind die Momente, die mir zeigen, dass man Zufälle unbedingt nutzen muss!

zur Übersicht